Montag, 13. Juli 2015

5 Tipps für den Umzug mit Kindern

in Umzug ist stressig - immer. Einpacken, Abbauen, Auto Beladen, Putzen, Übergabe, Auto Ausladen, Aufbauen, Einräumen, Ankommen. Geschafft.
Hat man dann aber auch noch Kinder, die nicht nur während dieses ganzen Wahnsinns betreut und versorgt werden wollen, sondern auch umziehen müssen, kann es zu einer wahren Herausforderung werden, den Ortswechsel zu meistern. Denn für Kinder ändert sich nicht nur der Wohnsitz, für Kinder ändert sich das Leben. Vielleicht muss ich hier noch einmal verdeutlichen, dass ich über KLEINKinder schreibe und spreche. Mein großer Sohn ist vier, also bestes Kindergartenalter. Für Schulkinder und Teenager mögen andere Dinge relevant sein - ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit :-)



Umziehen und Einziehen mit angepasstem Maßstab :-)



Wie wir es trotzdem ganz gut über die Bühne bekommen haben und welche Erfahrungen wir gemacht haben, berichte ich euch heute. Manche Fettnäpfchen müssen ja nun nicht zwingend von mehreren Eltern betreten werden...

1. Sicherheit. Sicherheit. Sicherheit. 

Eigentlich ist es nicht der erste Tipp von vielen, eigentlich ist es die universale Maxime!

Ich wiederhole mich an dieser Stelle noch einmal, aber das finde ich wirklich unheimlich wichtig! Für Kinder ändert sich alles! In der Welt der Kleinen existieren aus meiner Erfahrung vor allem Fixpunkte: das eigene Zuhause, KiTa, Kinderturnen, Musikschule, das Haus von Oma und Opa... Das ist die Welt, über der für sie eine Käseglocke hängt - und am Rand der Käseglocke ist Ende.

Alles was nach dem Umzug passiert, ist außerhalb der Käseglocke. Die Kinder verlassen vollständig ihre Comfort Zone.
Und die Konstante, die sie immer wieder erdet, ist die Familie. Die Familie die sie kennen: ob Mama und Papa, Geschwister, nur Mama oder nur Papa, Mama und Mama... Ganz egal. Die Kernfamilie ist das, was sie sichert. Daher ist es unheimlich wichtig, Zeit einzuplanen. Zeit für gemeinsames Essen, Zeit für abendliche Rituale, Zeit für all das, was man bisher als Familie gemacht hat. Das stärkt die kleinen Menschen und gibt ihnen die Sicherheit, dass die wirklich wichtigen Dinge Bestand haben.

2. Gute Organisation ist die halbe Miete

Als Eltern wissen wir: vorbereitet sein, ist der Schlüssel zur Meisterung des Alltags. Und das gilt in der Umzugssituation umso mehr. Konkret hat es uns geholfen, die "Prioritäten-Kisten" zu packen. Diese Kisten bzw. zum Teil natürlich auch Taschen sind mit uns im Auto "umgezogen" und nicht im Transporter. Wäre der im Stau stecken geblieben oder hätte eine Panne gehabt oder sonst wie aufgehalten worden, hätten wir immerhin die wichtigsten Dinge parat gehabt.


3. Partizipation

Je nach Alter der Kinder kann es die Situation unheimlich erleichtern, wenn sie Teil einzelner Entscheidungen sind. Natürlich können die Minis nicht vor die Entscheidung gestellt werden, ob sie umziehen wollen oder nicht. Das würde sie schlicht überfordern. Aber aus zwei, oder drei Alternativen auswählen zu können, bei Dingen, die sie persönlich betreffen, kann ihnen dabei helfen, das Neue anzunehmen. Das Gefühl zu haben, gestalten zu können, ernst genommen zu werden und dass ihre Meinung Gewicht hat, erleichtert vielleicht den Neuanfang. Unser Großer durfte zum Beispiel die Bilder für das Spielzimmer aussuchen und freut sich schon jetzt darauf sie endlich aufzuhängen (möge die Baustelle ein Ende finden...). Ich hätte ihm sicherlich nicht alle möglichen Bilder zur Auswahl gestellt, die ich selbst vollkommen furchtbar finde... Ich denke mir ja nicht umsonst ein Farbkonzept für die Kinderzimmer aus ;-)

4. Wortwahl

"Du musst heute in den neuen Kindergarten" klingt einfach nicht so schön wie "Heute darfst du in den neuen Kindergarten. Wollen wir mal schauen, welche Spielzeuge es dort so gibt?". Bei kleinen gefestigten Persönlichkeiten wird das sicherlich nicht immer helfen, aber die Kinder spüren, ob man selbst hinter der Entscheidung für den Umzug steht, oder nicht. 



5. Entdeckungstouren

Dieser Tipp hilft allen Familienmitgliedern gleichermaßen: geht raus! Sucht euch Ausflugsziele - und sei es nur der Wald um die Ecke, eine Eisdiele oder ein Fußballplatz. All solche kleinen Entdeckungstouren schaffen neue Erinerungen. Und sie zeigen euch ALLEN, dass ein Neuanfang toll ist und lässt euch euer neues Zuhause kennenlernen. Das hilft beim Ankommen und beim Annehmen.


Viele Dinge, die ich hier aufgezählt habe, mögen selbstverständlich sein. Aber manchmal hilft es ja, sich auch die trivialsten Dinge noch einmal vor Augen zu führen.

Habt ihr auch schon einmal einen Umzug mit der gesamten Familie gewagt? Habt ihr noch einen anderen wichtigen Tipp, den ich hier vergessen habe? Dann freue ich mich auf Eure Kommentare :-)

Kommentare:

  1. Das sind tolle Tipps :) Mein Mann und ich sind schon sehr oft umgezogen, mit Kind jedoch noch nicht, das stell ich mir auch wirklich um einiges aufwendiger vor :)

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    1. Das stimmt :-) Es sind ja auch schon gleich gefühlt doppelt so viele Dinge, die man so mischleppt... Und eben auch die Leben der kleinen Minimäuse ...

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